Permakultur - Ein Lebensstiel
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Permakultur hat sich ursprünglich aus dem englischen Begriff „Permanent Agricultur“ entwickelt und wurde von dem Australier Bill Mollison in den 70er Jahren zum ersten Mal verwendet. Er beschrieb damals eine Landnutzung, die ohne Einsatz von chemischen Hilfsmitteln, ohne Verbrauch der Ressource Erde und mit Energieschonenden Methode praktisch ewig fortsetzbar ist.
Im deutschsprachigen Raum kennt man hauptsächlich Sepp Holzer der auf seinem über 40 Hektar großen Bergbauernhof unzählige Hügelbeet und Weiher angelegt hat und die Ergebnisse seiner Arbeit intensiv vermarktet.
Renate und ich durften eine Woche lang bei Margit und Sepp Brunner in Osttirol Einblick nehmen in die Arbeit von zwei Parmakulturisten, die einen 5 Hektar -Hof an einem Steilhang seit vielen Jahren erfolgreich bewirtschaften. Ihre Selbstversorgung an Lebensmitteln schaffen Sie praktisch zu 100 % durch Gemüse und Obstanbau und durch die Haltung von zwei Kühen und einigen Hühnern.
In dem 5-tägigen Seminar bekamen wir eine riesige Menge an Informationen über Strukturierung einen Selbstversorgergartens, über Aufbau und Förderung der Bodenlebewesen, über Anbaumethoden, Baumschnitt, Bienenhaltung, Haltbarmachen, Einlagerung und vieles mehr. Dazu ein geniales Essen, ausschließlich aus den eigenen Produkten gekocht.
Für mich war aber die entscheidende Botschaft, die ich mitnehmen durfte:
Permakultur bedeutet einen individuellen Lebensstiel zu entwickeln, der praktisch ewig fortsetzbar ist.
Ich denke, uns ist allen klar, dass der Lebensstiel, der wir momentan führen, nicht ewig fortsetzbar ist. Wir verbrauchen Boden, Lebensraum, Bodenschätze, Energie, als wenn es kein Morgen gäbe. Unseren Nachkommen hinterlassen wir Müll, Wüste und Schuldenberge. Was hilft uns ein Dreiliterauto, wenn dafür immer mehr Autos zugelassen werden. "Ein bissel weniger falsch ist immer noch verkehrt" (Zit. Sepp)
Permakultur hinterfragt jeden Aspekt unseres Lebens.
Was essen wir?
Was und für was arbeiten wir?
Wie wohnen wir?
Wie gehen wir mit Konsum um?
Wie gehen wir mit Mobilität um?
Was haben wir für ein Selbstbild?
Auf was bauen unsere sozialen Kontakte auf?
Permakultur sucht nicht den Weg zurück. Sie ist nicht asketisch, nicht romantisch und nicht dogmatisch.
Aber sie sucht Wege, wie wir langfristig als Erdenfamilie im Einklang mit der Natur ein glückliches und zufriedenes Leben führen können.
Nicht nur für uns, sonder für alle und auch für alle nachfolgenden Generationen.
Somit ist für mich Permakultur der Lebensstiel der Zukunft, über den wir heute schon nachdenken sollten und der wirklich gesund ist.
Herzliche Grüße,
Bernhard.
http://www.permakulturwerkstatt.net/index.html






