Yoga

Gesundheitskreis

Das Wort Yoga leitet sich aus dem Sanskiritwort Yuj her, was soviel bedeutet wie "Joch". 

Ein Joch ist ein Gerät aus der Landwirtschaft, das zwei Ochsen miteinander verbindet, um sie vor den Pflug zu spannen und um sie lenken zu können.

Wir haben also zwei Aspekte im Yoga: 

a) Verbindung zu schaffen (zwischen Mensch und Gott, Körper und Geist, dem Ich und dem höheren Selbst...)

b) der Aspekt der Lenkung, d.h. das "sich-an- die- Kandarre-Nehmen", bzw. das Üben.

Es gibt viele Varianten von Yoga, alle beziehen sich jedoch auf das Yogasutra, das ein indischer Gelehrter namens Patanjali kurz vor Christi Geburt in ein System gebracht hat. 

Es besteht aus einem achtgliedrigen Pfad, der mit der Ethik der Gewaltlosigkeit und Wahrhaftigkeit beginnt, über die persönliche Aszetik (Grundhaltungen beim Üben) zu den Körperübungen (Asanas) und Atemübungen (Pranajama) führt und schließlich über 4 Stufen  in die Praxis der Meditation mündet:  Pratyahara, das Rückziehen der Sinne von den Dingen, Dharana (Meditationsübungen), Dyana (Kontemplation ist ein Zustand, der durch diese Übungen erreicht wird) und schließlich Samadhi (Erleuchtung).

Yoga im Westen beschränkt sich häufig auf die Körperübungen, die von Patanjali folgendermassen definiert sind: "Asanas sollen stabil und angenehm sein". so schafft man eine Grundlage für die Meditation. Die Körperübungen wollen vor allem die Wirbelsäule und den Bewegungsaparat stärken und stabilisieren. Darum sind sie gut geeignet für den Menschen von heute, der in sitzenden Berufen arbeitet.

Die Definition von Yoga laut Patanjali lautet: Yoga ist das Anhalten der unbeständigen Bewegungen unseres Denkens - Dann sieht der Sehende sein wahres Selbst.

Die Körper- und Atemübungen sind also in der indischen Tradition eine wirkungsvolle Vorbereitung auf die Meditation. 

 
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